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Bra­uchen wir gefiltertes Wasser?


Ist unser Leitungswasser Trinkwasser?

Es gibt die Richtlinie für Wasser für den menschlichen Gebrauch (98/83/EC). Diese wurde in Deutschland und Österreich in nationales Recht umgesetzt. Hier ist genau aufgeführt, welche Höchstgrenze an Schadstoffen im Wasser enthalten sein darf. Bei einigen Substanzen gibt es aber nur Empfehlungen. 

10.000 Fasern Asbest pro Liter Trinkwasser werden heute als unbedenklich angesehen, da das Wasser die Asbestfasern nicht in die Lunge transportiert. Unter Wissenschaftlern wird die Unbedenklichkeit von Asbest im Trinkwasser allerdings strittig beurteilt.

Die Liste der Umweltgifte ist lang, dies sind die wesentlichen Schadstoffe:

    Logo_Quellklar_final.gif Asbest
    Logo_Quellklar_final.gif Bakterien
    Logo_Quellklar_final.gif etwa 100 verschiedene Pestizide (Pflanzenschutz- u. Schädlingsbekämpfungschemikalien)
    Logo_Quellklar_final.gif Benzol
    Logo_Quellklar_final.gif Schwermetalle (Quecksilber, Chrom, Blei usw.)
    Logo_Quellklar_final.gif Lösungsmittel (z.B. Trichlorethen)
    Logo_Quellklar_final.gif Düngemittelreste (z.B. Nitrat oder Nitrit)
    Logo_Quellklar_final.gif Radioaktive Stoffe (z.B. Uran)

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Dabei sollte jeder Verbraucher auch beachten, mit welchem großen Aufwand das Wasser, je nach Herkunft, aufbereitet wird – es wird gechlort, mit Ozon behandelt oder mit UV-Licht bestrahlt. Man sollte prüfen: Kommt es aus Tiefbrunnen, ist es Oberflächenwasser (wie aus dem Bodensee) oder ist es Rheinwasser? Am saubersten ist heutzutage  das Wasser aus Tiefbrunnen. 

Die Frage nach der Qualität des Leitungsnetzes:

Wie alt sind die Leitungen? Aus welchem Material sind sie? (Etwa 30.000 km asbesthaltige Wasserfernleitungen werden noch immer benutzt.) Haben die Leitungen Lecks oder Korrosionsstellen? Wie lange steht das Wasser in den Leitungen? Welcher Temperatur ist das Wasser ausgesetzt? Wann wurden die Leitungen zum letzten Mal gereinigt? Sind Reste der Reinigungsmittel nachweisbar? 

Das Problem der privaten Wasserleitungen:
Sind die Leitungen hinter der Grundstücksgrenze von schlechter Qualität oder wird nur wenig Wasser entnommen, sinkt natürlich auch die Wasserqualität.

Soll der Gesetzgeber besseres Wasser liefern?
Nein, denn 95 % des Wassers wird zum Waschen, Spülen oder im WC-Bereich verbraucht, es wäre eine Verschwendung, die Standards für dieses Wasser zu erhöhen. Nur 5 % werden als Trinkwasser und zum Kochen eingesetzt. Es ist also sinnlos Wasser, das der Toilettenspülung dient, besser zu reinigen.



 

 

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